10 Mai 2007

…und schon wieder ein Netzwerk für Studenten…

Posted in Review, Studium, Universität, Welt tagged um 10:51 pm von G. Neuner

Ein weiteres Soziales Netzwerk für Studenten erscheint in den Weiten des Meeres Web 2.0: Carmun heißt das gute Stück und will sich vor allem dadurch von seinen Konkurrenten unterscheiden, daß bei ihm das akademische Interesse vor dem Flirten oder dem Austausch über die Lieblingsband geht. Ein hehres Ziel, allerdings kann man sich denken daß ansonsten auch niemand auf diesen neuen Zug aufspringen würde, zu sehr sind ist die Konkurrenz schon im Feld gefestigt. Carmun unterstützt sein Anliegen den angemeldeten Studenten vor allem akademisch zu helfen durch bibliographische Hilfsmittel in seiner Benutzeroberfläche. In dieser Hinsicht ist die Idee gar nicht mal so schlecht. Ähnlich wie bei Bookmarks bei del.icio.us speichert und teilt man seine bibliographischen Angaben, Notizen und Rezensionen von Büchern mit seinen Mitstudenten und hilft sich so gegenseitig. Den Rest des Beitrags lesen »

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7 Mai 2007

Online Lernen

Posted in Kultur, Universität, Video tagged um 9:45 am von G. Neuner

HörsaalMan erzählt sich, daß irgendwann in den 60ern, als gerade die Universitäten in der USA einen Schwung neuer junger Leute bekamen und die Säle sich dort immer mehr füllten weil nun die geburtenstarken Jahrgänge nach dem Krieg in die Unis stürmten, auch die letzten dieser Institutionen auf die Idee kamen Lautsprechersysteme zu installieren. Vorher wurde immer mehr darüber geklagt, daß man nur schwer der Vorlesung folgen konnte, dies sollte durch diese Investition in die Zukunft gelindert werden. Dies gelang auch auf eine gewisse Weise, nur stelltenach ein paar Wochen einer der Professoren fest, daß Woche für Woche immer weniger Studenten in die Veranstaltung kamen. Bis am Ende nur noch ein kleines Häufchen von Getreuen auftauchte. Wir kennen das von irgendwoher, nicht?

Da die fehlenden Studenten allerdings bei den bald darauf folgenden Klausuren nicht wirklich schlechter abschnitten als ihre Kollegen kam der Prof dann doch irgendwann auf die Idee dem ganzen einmal nachzugehen. Da der seltsame Schwund erst nach der Installation der neuen Elektronik zustande kam fing er an dort zuerst nachzuschauen. Und bemerkte einige Leitungen die beim Einbau des Systems noch nicht da gewesen waren. Er folgte ihnen und kam nach einigen hundert Metern Kabellänge in die dorm area des Campus, also zu den Wohnheimen der Studenten, die sich in den USA ja meist direkt bei den Gebäuden der Lehrinstitute Den Rest des Beitrags lesen »

6 Mai 2007

Die Sonnenbrille des Todes

Posted in Kultur, Kurios, Welt um 2:56 pm von G. Neuner

Shades of Death Rd. SignEs gibt wahrscheinlich zu jedem Ort, jeder Gemeinde und jeder Stadt irgendwelche Geistergeschichten. Ich denke solche Geschichte bilden sich recht schnell heraus sobald Menschen irgendwo leben. In New Jersey ist das auch nicht anders, nur haben die Jerseyaner den wundervollen Humor bewisen eine Straße mit dem bizarren Namen „Shades of Death Rd.“ zu bezeichnen, kurz auch öfters einfach „The Shades“ genannt (alle Pratchett-Fans merken auf…). Die Übersetzung dazu ist jetzt natürlich nicht allzu schwer zu erraten, ungefähr „Die Straße der Todesschatten“ Das erste was ich allerdings gelesen hatte als ich den Namen dieser Straße las war „Straße der Sonnenbrille des Todes“ was ich als Straßennamen einfach nunja… cool fand (ich stellte mir plötzlich ein Skelett mit Sonnenbrille und Cocktail in der Hand vor) weswegen ich dann auch mal anfing zu schauen was genau diese Straße zu diesem netten Namen brachte. Den Rest des Beitrags lesen »

4 Mai 2007

música lliure

Posted in Kultur, Musik, Welt tagged , um 6:09 am von G. Neuner

GironaKatalanien ist die Ecke von Spanien die auf der Karte rechts oben ist. Also der Bereich in den man normalerweise fährt wenn man Urlaub in Barcelona macht. Das voraus als kleine Gedankenstütze für solche Leute wie mich, die nicht nach Spanien in den Urlaub fahren und normalerweise dann auch nicht wirklich viel über diese Gegend nachdenken. Die katalanische Sprache wird in diesem Bereich, auf den Balearen, in Andorra und sogar einer einzelnen Stadt von Sardinien gesprochen. Katalanien hat, um es so zu sagen, eine eigene Kultur. Aus historischen Gründen zählt es in einem seltsamen halboffiziellen Sinn sogar als eigene Nation, obwohl es Teil Spaniens ist. Eine Tatsache die in unserem Land (und woanders) auch nicht wirklich bekannt ist. Was wahrscheinlich auch daran liegt daß kaum etwas aus diesem geographischen Bereich an Popkultur herüberschwappt. Denn natürlich hat auch Spanien seine eigene (Pop-)Kultur mit seinen eigenen Künstlern, jenseits von Ballermann und Lloret del Mar. Eine Tatsache die die meisten Menschen in anderen europäischen Ländern meist erst zur Kenntnis nehmen wenn mal wieder der Eurovision Song Contest im Fernsehen läuft, und dann wird man auch so sehr erschlagen von den ganzen Liedern, daß man diese Tatsache auch gleich wieder vergisst und das Wissen darum mit der Scham über das schlechte Abschneiden des eigenen Beitrages irgendwo im Hinterkopf vergräbt. Den Rest des Beitrags lesen »

3 Mai 2007

Der Kaiser von Amerika

Posted in Geschichte, Kurios, Welt tagged um 6:40 pm von G. Neuner

Everybody understands Mickey Mouse. Few understand Hermann Hesse. Hardly anybody understands Einstein. And nobody understands Emperor Norton.
(Malaclypse the Younger, K.S.C., Principia Discordia)

Norton IEs ist ein hierzulande etwas unbekanntes historisches Kuriosum, daß es im 19ten Jahrhundert einmal einen Kaiser der Vereinigten Staaten von Amerika gab.

Neil Gaiman benutzte ihn in einer melacholisch-hoffnungsvollen Ausgabe seiner Serie Sandman als Hauptcharakter (in Three Septembers and a January) und Mark Twain setzte ihm, als jemand der ihn persönlich kannte und von ihm zum Hofschreiber ernannt worden war, in The Adventures of Huckleberry Finn ein literarisches Denkmal. Ansonsten hört man leider hier, auf der anderen Seite des großen Teiches, nicht viel von diesem illustren und sehr, sehr interessanten Charakter. Allein im postmodernen Glauben des Diskordianismus begegnet er uns hierzulande noch als Heiliger Zweiter Klasse. Aber da das dann nur Diskordier betrifft und die sowieso kaum als echte Religion anerkannt werden (und die meist sowieso einfach nur verrückt sind), lassen wir das ganze einfach mal außen vor und beschäftigen uns mit der historischen Persönlichkeit Nortons I, des Kaisers der Vereinigten Staaten und Protektors von Mexiko. Den Rest des Beitrags lesen »

2 Mai 2007

Pizza Gourmet

Posted in Kurios, Welt um 4:25 pm von G. Neuner

Pepperoni Pizza - picture by Jon Sullivan, in the public domain, found on http://pdphoto.orgKennt ihr Lammbock?

Diesen Film der in Würzburg spielt in dem es um zwei Kerle geht die einen Pizzalieferdienst betreiben, bei dem man nur das richtige bestellen muß um sein Dope mit ausgeliefert zu bekommen? Gut, die Story war schon damals nicht neu, um genau zu sein wirkt der Film wie eine Ansammlung an kleinen bizarren urbanen Legenden von denen man irgendwo immer schon mal gehört hat. Die Sache mit dem Staubsauger, oder eben auch die Sache mit der Dope- Pizzeria. Den Rest des Beitrags lesen »

1 Mai 2007

the mail always goes through

Posted in Kunst, Review, Sequential Art, Webcomic um 8:07 pm von G. Neuner

pbfbutterflies1.jpgDer erste Blick täuscht.

Wie so oft stecken Abgründe hinter dem was man sieht.

Laut eigener Aussage heißt The Perry Bible Fellowship aus dem gleichen Grund so wie warum Madonna sich Madonna nennt: Weil es definitiv keine Bibelgesellschaft ist.

Nicholas Gurewitch ist der Schöpfer dieser Serie von unzusammenhängenden kleinen Kunstwerken in sehr, sehr unterschiedlicher Stilvielfalt. Seine Bilder sind oft inspiriert von Kinderbüchern. Die Menschen in dieser Serie sind oft nichts anderes als knuddelige Comicgestalten, der Horror in den dargestellten Situationen verbirgt sich hinter zuckersüß gezeichneten Bildern von Märchenwesen. Die meisten seiner Charaktere sehen aus als wären sie gerade einem typischen Kinderbuch entsprungen in dem es keine Gewalt und keine Krankheit gibt, und Gurewitch spielt mit diesen Bildern. Und mit den Märchen und der Popkultur unserer Jugend. Und mit unseren Erwartungen an das, was wir früher einmal über all diese Charaktere beigebracht bekommen haben. Die Ironie die sich in all diesen Geschichten aus unserer Kindheit verbirgt zeigt sich in ihrer ganzen unfreiwilligen Perversität. Den Rest des Beitrags lesen »