30 August 2007

leaving here

Posted in Erasmus, Irland, Leben um 11:56 pm von G. Neuner

Am Dienstag bin ich aus der Wohnung in Bamberg raus. Am Tag davor haben wir sie noch gestrichen, die Woche davor dem ganzen Rest eine Grundreinigung verpasst. Und dann lief die Wohnungsübergabe in 20 Sekunden ab. Rein, Zimmer ist sauber, Schlüssel übergeben, fertig. Ich hätte es mir denken können, ich weiß ja noch was wir alles gefunden haben als ich eingezogen bin. Auf dem Weg mit dem Aufzug nach unten summe ich dann vor mich hin, erst ganz unten bemerke ich daß es die Melodie von Leaving on a Jetplane ist. Seltsam so ein Unterbewusstsein, oder?

Gestern war ich noch in Pegnitz, eigentlich weil ich noch Sachen zu erledigen hatte, in Wirklichkeit aber weil ich mich dort von Freunden verabschieden wollte. Vielleicht hätte ich es nicht machen sollen, mir ist wieder klar geworden wie sehr ich sie die letzten drei Jahre schon vermisst habe. Dazu habe ich es auch noch geschafft fast einen Unfall in dem Kreisverkehr zu bauen den sie vor zwei Jahren hingebaut haben. Ich bin schon ein halbes Dutzend Male ohne Probleme durchgekommen, und gestern habe ich mich wie ein Tourist verhalten.

Auf der Arbeit war Abschiednehmen (leider) leichter, mittlerweile sind einfach nicht mehr soviele Leute da von denen die die letzten Jahre da gearbeitet haben. Dafür habe ich die tolle Erfahrung gemacht eine Kollegin auf den ersten Blick unsympathisch zu finden. Nein das war nicht das tolle daran. Das tolle war, daß diese Kollegin, die mich bei der ersten Begrüßung angeschnauzt und beleidigt hat, dann von unserem Chef zusammengestaucht wurde als sie sich telefonisch über mich beschwert hat. Was ihr denn einfiele sich über jemand zu mokieren der hier schon treu seid Jahren den Dienst verrichte und der bewiesen habe, daß auf ihn Verlaß sei? Gut, später habe ich erfahren, daß es an dem Tag schon ein paar sinnfreie/anmaßende Anrufe von ihr nach oben gab und unser Chef eh kurz vorm Platzen war deswegen, aber ihr Verhalten mir gegenüber nach dem Telefonat ging da trotzdem runter wie Öl.

Ich bin noch nicht nervös, das macht mir etwas Sorgen. Wahrscheinlich ist es besser wenn ich erst realisiere was ich gerade mache, wenn ich schon dort bin. Bis jetzt habe ich aber noch garnicht wirklich völlig realisiert daß ich ab nächster Woche einfach nicht da bin, sondern woanders. Mir fallen ständig Sachen ein die ich noch machen hätte sollen/müssen/können, Dinge über die ich mich informieren hätte sollen (Kann ich Laptops in Flugzeugen benutzen? Passen meine Stecker überhaupt?), aber für das meiste ist es jetzt eh zu spät.

Ich denke der Flug morgen geht in Ordnung, ich hoffe, daß er in Ordnung geht. Wo ich mir in der Hinsicht noch Sorgen machen muß ist die Tatsache, daß ich nicht weiß wo genau ich eigentlich wohnen werde. Das heißt, ich habe eine Wohnung, soviel ist klar, aber ich habe keine Ahnung wo die ist. Ich habe eine Addresse mit der ich nicht viel anfangen kann (gibt es keine Hausnumnmern in Irland?) und soll meine Vermieterin anrufen wenn ich vor dem College stehe. Das College selbst hat keine Hausnummer und nur durch eine halbe Stunde Recherche im Netz habe ich herausgefunden wo es überhaupt liegt. Allzu weit kann die Wohnung dann auch nicht weg sein. Habe ich gehört. Irgendwer hats mir glaub ich gesagt. Bestimmt. Ach egal. Mal sehen.

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1 Kommentar »

  1. anna said,

    kommt mir irgendwie bekannt vor, was du da geschrieben hast. aber hab noch 3 wochen bis es losgeht nach gb…wünsch dir jedenfalls eine tolle zeit mit vielen guten erfahrungen!


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