5 November 2007

Torus Trooper

Posted in Linux, Software tagged , , , , um 1:34 pm von G. Neuner

Torus Trooper BildschirmfotoEigentlich bin ich nicht wirklich ein Fan von Spielen bei denen es nur ums Ballern geht. Größtenteils deswegen weil es meist einfach nur stupide ist. Trotzdem gibt es auch hier manchmal Spiele die irgendwie aus der Masse herausragen. Die japanische Softwareschmiede ABA Games (was gleichzusetzen ist mit Indiespieledesigner Kenta Cho) ist in der Hinsicht zur Zeit eine der besten Quellen für wirklich gute, einfache und wirklich süchtigmachende Spiele. Spiele, vor allem, die die Spielprinzipien früherer shoot’em’ups so weit abstrahieren daß da etwas völlig neues daraus wird.

Was dann das ganze für mich noch interessanter macht ist die Tatsache, daß alle Spiele von Kenta Cho zum einen Open Source und auf offenen Standarts aufbauend sind, und zum anderen Freeware. Was soviel heißt, wie daß sie auf nahezu jeder Plattform irgendwie zu laufen gebracht werden können die man sich wünscht und daß man sie gratis bekommen kann. Vor allem das mit den verschiedenen Plattformen ist für mich dann ein interessanter Punkt da ich ja ein OS benutze welches eine chronisch schlechte Spielversorgung hat. Zumindest Torus Trooper ist mittlerweile wohl auch in den Repositories von Debian testing, und es wird wohl auch irgendwann in denen von Ubuntu landen. Wäre nicht die Installation des Linux-Ports so schon leicht genug.

Torus Trooper ist ein Shooter. Ein Tube Shooter, da er nur in einer Röhre spielt. Früher war das einmal eine der beliebtesten Spielarten, heutzutage sind „shmups“ eher ein Nischenmarkt bei Computerspielen. Der größte Teil von Torus Trooper beschäftigt sich damit zu vermeiden von den Bomben/Minen/Roten Dingsdas die die gegnerischen Raumschiffe/Hoverpods/Weißen Dingsdas legen um dich aufzuhalten, getroffen zu werden. Schießen wird da eher zu Nebensache, größtenteils ist es eher wichtig sich mit atemberaubernder Geschwindigkeit durch unterschiedliche Felder von gegnerischen Dingsdas durchzufädeln. Danmaku (弾幕) nennt sich dieser Spielstil auf japanisch, Kugelhölle. Bei der Geschwindigkeit mit der das ganze passiert wird Denken einfach nur noch zur Nebensache. „Use the Force“ versucht man sich bei Tempo 3800 einzureden und schlängelt sich durch ein weiteres Minenfeld wie Luke vorbei an den Powerlasern.

Das Spielprinzip ist so einfach wie faszinierend. Es gibt keine Leben, nur wenige verschiedene Sorten von Gegnern und eigentlich auch keine unterschiedlich asussehenden Level. Das gesamte Geschehen findet auf einer Bahn, dem titelgebenden Torus statt. Alles was sich zum nächsten Level ändert ist die Farbe der Bahn und die Musik. Und die Komplexität der gegnerischen Bombenteppiche. Man spielt gegen die Zeit, wird man getroffen verlangsamt man sich und bekommt Zeit abgezogen, trifft man bestimmte Gegner bekommt man Zeit dazu.

Nettes Design, Verfügbarkeit für die verschiedensten OS (Windows, MacOS, Linux) und ein ansprechendes Design. Gut, es ist nur ein Ballerspiel, aber wenigstens ein gutes. Und irgendwann, wenn ich einmal Zeit habe, sehe ich mir auch den Rest der Spiele von ABA etwas genauer an.

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