30 Januar 2008

Juno Falls

Posted in Kultur, Kunst, Musik, Video tagged , , um 4:08 am von G. Neuner

Myles O’Reilly ist (trotz einer Tour durch UK mit Travis) noch ein relativ unbekannter irischer Künstler. Was man auch daran merkt, daß er überhaupt hier in Limerick aufgetreten ist. Und der Club in dem er bei seinem Auftritt war dabei auch nicht wirklich gefüllt war. Und er dann noch gratis billig gepresste EPs verteilt hat (die sich wahrscheinlich irgendwann Den Rest des Beitrags lesen »

Versuche in angewandter Verwirrung

Posted in Erasmus, Irland, Universität um 3:46 am von G. Neuner

Heute morgen gab es für mich mal wieder eine dieser Lehrstunden des Chaos an diesem College. Das ganze ist eine etwas komplizierte Geschichte, aber es reicht wohl erstmal wenn ich allgemein sage daß von vier Stunden die ich heute hatte, ganze drei nicht zu der Zeit und dem Ort waren der auf dem Studenplan stand. Und ich war nicht der einzige der dieses Problem hatte. Heute morgen haben grob geschätzt so hundert andere Leute mit mir gewartet, während der Dozent seinen Kaffee zu Hause genossen hat (ich gönns ihm ja) weil er nämlich das ganze stundenplantechnisch durcheinandergebracht hatte (er hat sich später bei uns entschuldigen lassen).

Nicht nur er war da etwas falsch, um genau zu sein.

Dank meines Stundenplans war ich nämlich eigentlich auch im falschen Kurs. Was ich aber dann erst in de Stunde danach erfahren habe, die sich als die Stunde herausgestellt hat in die ich ursprünglich wollte, die ich aber nicht nehmen werde weil deren restlicher Verlauf überhaupt nicht in meinen Stundenplan passt. Dafür aber der Kurs der eigentlich da sein sollte wo der Kurs ist in den ich jetzt nicht reingehe. Ich weiß nicht warum das ganze so schief gegangen ist, der Stundenplan ist neu, den haben die internationalen Studenten erst am Freitag bekommen. Das war das aktuellste Modell… aber selbst da kann man nicht ganz sicher sein. Ich weiß von einer Bekannten die hier am College lehrt, daß ihr erst am Montag gesagt werden konnte ab wann sie am Dienstag ihre Kurse geben sollte. Etwas… kurzfristig.

Während in Deutschland das Chaos System hat und jede Kleinigkeit penibel-bürokratisch zu einer mittleren Katastrophe aufgebaut wird, lässt man es in Irland darauf ankommen und hat trotzdem einen gewissen Erfolg dabei. Beim Katastrophen schaffen meine ich.

Um aber mit etwas positverem zu schließen: Ich bin jetzt in einem Masterkurs über Postmoderne Amerikanische Literatur, und, oh ihr Götter, ist das schön mal wieder so etwas wie ein richtiges Seminar zu haben.

28 Januar 2008

Morgen

Posted in Erasmus, Leben um 3:07 am von G. Neuner

Morgen fängt das College wieder an. Ich denke nicht, daß ich mich darüber freue. Wieder einmal von einer Sinnkrise in die nächste stolpern, und diesmal auch noch ohne den Großteil der Mitbewohner vom letzten Semester. Die letzten Tage war ich jeden Abend weg. Irgendwie versuchen das Gefühl loszuwerden am falschen Ort zu sein. Und den nagenden Gedanken im Hinterkopf nicht zu wissen wo ich sein sollte. Ich habe plötzlich herausgefunden daß es mehr Kurse für Archäologie hier gibt als gedacht, plötzlich habe ich eher Schwierigkeiten alles was ich will in der Hinsicht zu machen. Anders allerdings beim ganzen Rest.

Es sind noch vier Monate die ich hier bin. Heute haben meine Gedanken ein „nur noch“ da hineingesetzt ohne mich zu fragen. Es sind nur noch vier Monate. Und dann? frage ich mich. Praktikum, Heimkommen, Wohnung suchen, wieder leben. Wieder lernen. Ich bin mir nicht sicher wieviel mir Irland wirklich gebracht hat. Im Grunde wollte ich all diese Reflektionen über mich und mein Leben nicht, die mich dann so nach unten gezogen haben. Die mich immer noch nach unten ziehen. Ich bin grüblerischer geworden. Ich habe wieder angefangen mich dunkel anzuziehen. Ich habe mehr geschrieben, auch wenn weniger dann wirklich irgendwo von mir publiziert wurde. Ich fühle mich distanzierter und steifer als zuvor. Und noch weniger als Teil der Welt als vorher.

Das gute daran ist daß es mir egal ist. Das schlechte daran auch. Ich fühle mich teilnahmslos und fremd. Es geht mich nichts mehr an. Ich kann nichts ändern. Nicht an mir, nicht an anderen, nicht an der Welt. Und was soll ich denn ändern wollen?

Morgen geht es weiter. Noch vier Monate lang.