4 November 2008

Pizzateig

Posted in Culinaria, Italien, Survival tagged , , , um 3:20 am von G. Neuner

[…] and there’s no aspect, no facet, no moment of life that can’t be improved with pizza.

-Daria Morgendorffer

nicht mein Ofen (leider)

Gut, ich bin jetzt nicht der professionellste Blogger um über Pizzas zu schreiben, aber ich habe die letzte Zeit öfters mal großen Erfolg bei meinen Kommilitonen mit diesem Rezept gehabt. Geradezu gruselig viel Erfolg.
Gruselig weil das nicht viel über meine Kochkünste aussagt, sondern mehr über die Eßgewohnheiten von Studenten heutzutage.
Dieser Artikel stellt also eher als Einführung in elementare Überlebenstaktiken für Studenten dar (jeder der meine Mensa kennt wird ahnen was ich meine…).

Ein Pizzateig an sich ist ziemlich einfach zu machen, diese Variante ist schon etwas anspruchsvoller, bringt aber auch einen besseren Teig als den den man in den meisten Fällen bekommt. Wobei man hier bedenken sollte: gewünscht ist ein normaler aber würziger Pizzateig, weiches Inneres, knusprige Kruste. Und genau darauf ist dieses Rezept angelegt. Man kann das ganze (und auch das wurde schon erfolgreich versucht) auch als Brotteig verwenden. Er entwickelt sich, zu einem Brotlaib geformt, zu etwas was ziemliche Ähnlichkeiten mit gutem, alten Ciabatta hatte.
Man könnte theoretisch den Teig auch ohne Öl, Milch und Kräuter machen. Er wird dann etwas spröder und schmeckt weniger intensiv.

Pizza-Grundteig (Für 4 Personen)

Zubereitungszeit: 3 Stunden (mit Pausen)
Menge: (reicht für 1 großes Blech oder 2 große runde Pizzen)

Zutaten:
500g Mehl
ca. 330ml Wasser¹
1/2 Würfel Hefe
2-3 EL Milch²
1-2 EL (Oliven-)Öl³
2 EL Salz
1 EL Zucker
Oregano, Knoblauch, andere Kräuter

Zubereitung:
1. Hefe und Zucker in ein Behältnis geben (sollte noch etwas Platz bieten), mit lauwarmem Wasser aufgießen und idealerweise an einem warmen Ort stehen lassen bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
2. Mehl und Salz in eine Schüssel sieben; nach Geschmack Knoblauch und Kräuter untermischen. Öl und Milch dazu geben.
3. Hefe und Flüssigkeit zugeben; mit dem Handrührgerät zuerst auf kleiner, dann auf höchster Stufe mischen bis der Teig gleichmäßig aussieht. Idealerweise bleibt er größtenteils nicht mehr an der Schüsselwand hängen.
4. Die Schüssel bedeckt mit einem Küchentuch an einem warmen Ort stehen lassen bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat.
5. Den Teig mit bemehlten Händen aus der Schüssel nehmen, auf einer mit Mehl bestreuten Fläche kneten, dabei immer noch Mehl hineinkneten bis der Teig nicht mehr so leicht an den Händen klebt.
6. Wenn sich der Teig richtig anfühlt mit dem Teigroller ausrollen, in die gewünschte Form bringen und auf das, mit Mehl bestreute, Backblech legen.
7. Nach Belieben belegen.
8. Backofen vorheizen auf höchster Stufe backen für ca. 15-20 Minuten (oder bis der Rand hellbraun und fest ist). Eigentlich sollte man eine Pizza bei 400-500° machen, aber solche Öfen hat wohl kaum jemand zu Hause.

———————————–
¹ Man kann auch Bier anstelle von Wasser nehmen; tatsächlich wäre das sogar zu bevorzugen! Bier, vor allem Hefeweizen und ähnliches, gibt dem Teig einen stärkeren, würzigeren Geschmack. Alkohol ist dabei kein Problem, der verfliegt beim Backen.
²  die kleine Menge an Milch gibt dem Teig eine knusprigere Kruste. Falls man den ganzen Teig knusprig haben möchte hilft es statt Wasser Milch zur Hefegärung zu verwenden; der Teig wird dadurch aber auch etwas spröder.
³  Öl ist zur Steigerung der Flexibilität des Teiges enthalten; wenn man fettfrei kochen will oder, wie ich es eine Zeit lang getan habe, für Leute mit einer Fettunverträglichkeit kocht, sollte man das tunlichst weglassen; meiner Erfahrung nach wird er dadurch vom Geschmack her nicht beeinträchtigt, er wird nur etwas trockener.

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1 Kommentar »

  1. Marion said,

    Das Zitat ist genial – und hat einen wahren Kern. Kannte ich so noch nicht :)


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